Der Bass-Bariton Tom Sol studierte bei Cora Canne-Meijer unter anderem an der Opernklasse des Amsterdamer Conservatoriums. Anschlieflend liess er sich von dem renomierten Gesangs-Pädagogen Bernard Diamant ins Charakterfach ausbilden. Derzeit erbeitet er mit William Johns.
Auf der Opernbühne hat er sich vornehmlich auf Charakterpartien spezialisiert - sowohl in Barockopern (Nero von R. Keiser, Haendels Claudio) als auch im klassischen Repertoire (Mozart, Haydn oder Beethovens Pizarro).
Darüber hinaus verkörperte er auch diverse Rollen in Opern von Puccini, Verdi und vor allem Strauss und Wagner. Neben seinen Auftritten in den Niederlanden kommen solche an den Opernhäusern in Antwerpen, Brüssel, München, Berlin, Nürnberg, Lübeck, Koblenz und Osnabrück. In Berlin ist er fester Gast der "Zeitgenössischen Oper" wo er gerade in einer hochgepriesene Produktion von Peter Maxwell Davis "Eight songs for a mad king" zu hören war.
Auf dem internationalen Konzertpodium ist Tom Sol im traditionellen wie im unortodoxen Repertoire zu hören. Mit Werken von Bach und Mendelsohn, den Requiems von Mozart, Brahms, Hindemith, Verdi und Britten (letzteres führte ihn
zu seinem ersten Gastspiel in den USA), mit grossen Orchesterliedern wie "Im groflen Schweigen" von Alphons Diepenbrock oder dem Oper "Mater Dolorosa" des Flämischen Komponisten Daniel Sternefeld. In besonderem Masse gilt der Niederländischen Vokalmusik sein Interesse, wobei er hier nicht allein als Interpret tätig ist, sondern auch als Komponist und Textautor.
Regelmässig arbeit er mit Ensemblen für Zeitgenössische Musik zusammen. Hier trat er in Opern von unteranderem Ligety, Henze, Kagel, Krenek, Schat und Goeyvaerts auf und wirkte an Uraufführungen von Milhaud, Morricone, Tarenskeen, Comitas und Morrow mit. Die Münchner Biennale lud ihn ein, um bei der Uraufführung der Oper "Pnima" von Chaya Chernowin -unter der musikalischen Leitung von Johannes Kalitzke- die Rolle des "Old Man" zu singen. Beim Holland Festival ¸bernahm er kurzfristig die Rolle des Tony in Robert Heppeners Fernseh-Oper "Een Ziel van Hout" und am Theater Lübeck sang er die Titelpartie in der deutschen Erstaufführung von Aulis Sallinens "Kullervo".
Tom Sol wirkte an zahlreichen CD-Aufnahmen mit, darunter Opern von Krenek, Haendel, Reichardt, Haydn, Kozeluch, J.Chr.Bach, Sternefeld, Defesch, Purcell und P.Schat, des weiteren Lieder von Röntgen, de Coninck und Schlegel, sowie Oratorien von Bach, Stamitz, Comitas, Händel, Eisler und Puccini.
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